Unsere Dienstgemeinschaft
Als diakonische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind wir bereit, die Aufgaben und Arbeiten im Sinne der Diakonie auszuführen. In unserer Gemeinschaft lassen wir unterschiedliche Meinungen gelten. Konflikte tragen wir in gegenseitigem Respekt aus. Unseren Aufsichtsrat betrachten wir nicht nur als Vorgesetzte, sondern auch als Partner bei der Gestaltung unseres Heimes. Wir fühlen uns verpflichtet, sozial kompetent, fachlich qualifiziert, ökonomisch verantwortlich und ökologisch orientiert zu arbeiten.
Unser Leitgedanke
Es ist nicht wichtig, wie alt man wird, sondern wie man alt wird.
Das Alter erleben als die hohe Zeit des Lebens (Kurt Rommel)
Grundsätze für unser Handeln
“Die Würde des Menschen ist unantastbar". Nach diesem Artikel unseres Grundgesetzes wird in unserem Haus gelebt und gearbeitet. Im Mittelpunkt steht der Mensch.
1. Wir achten und respektieren den Menschen:
- als Individuum in seiner Einzigartigkeit als Gottes Geschöpf
- als Ganzes mit Körper, Geist und Seele
- mit seinen individuellen Bedürfnissen, gleich welcher Religion und Nationalität
2. Wir begleiten unsere Bewohner in allen Phasen ihres Lebens und schützen ihre
Würde in besonderer Weise, auch im Sterben und im Tod.
3. Durch gegenseitiges Geben und Nehmen erleben wir uns als Gemeinschaft mit unseren Bewohnern, in der Glaube und Persönlichkeit wachsen können.
4. Die Basis unseres Denkens und Handelns sind die Werke der Barmherzigkeit aus Matthäus 25,35 - 45. Diese Werke hat der Künstler und Diakon Hartmut Berlinicke in seiner "Falkenburger Allegorie” bildhaft dargestellt:

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Der Kelch:
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Durstige Laben
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Das Schneckenhaus:
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Fremden beherbergen
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Der Erste-Hilfe-Koffer:
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Kranke besuchen
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Das Brot:
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Hungrige speisen
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Das Schloss:
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Zu Gefangenen gehen
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Das Feigenblatt:
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Nackte bekleiden
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Der Spaten:
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Tote begraben
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Wir pflegen und betreuen den uns anvertrauten Menschen im Sinne Jesu Christi:
"Was ihr einem meiner geringsten Schwestern oder Brüder getan habt, das habt ihr mir getan". Mt. 25;40b
Gemeinsam gehen wir den Weg der christlichen Nächstenliebe, des Glaubens und des Vertrauens.
Der Weg ist das Ziel.
Wir machen uns für unsere Bewohner stark
Wir ermöglichen die gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe der uns anvertrauten Menschen trotz eingeschränkter physischer und psychischer Ressourcen. Dazu ist es notwendig, im Rahmen der aktivierenden Pflege sensibel zu erspüren, wo die Bedürfnisse der Bewohner nach Kommunikation und Integration tatsächlich liegen und ihnen nicht die jeweils eigenen Vorstellungen der Angehörigen oder Mitarbeiter auf zuzwingen.
Wir geben unseren Bewohnern eine angemessene Hilfestellung in den Lebensbereichen, in denen sie der Hilfe benötigen und ermutigen sie zu selbstständigem Handeln in den Situationen, die sie noch selbst bewältigen können.
Die Grenze unserer Fürsorge ist dort erreicht, wo sie massregelnd in die Privat- und Intimsphäre unserer Bewohner eingreift. Diese Grenze muss stets einfühlsam und individuell zwischen Bewohnern, Angehörigen und Mitarbeitern definiert werden.
Wir begleiten die letzte Lebensphase unserer Bewohner und schützen auch im Tod seine Würde. In Würde sterben bedeutet für uns, dass unsere Bewohner Geborgenheit finden, dass wir ohne Zeitdruck in Frieden und Ruhe Trost geben und auf die Wünsche der Sterbenden eingehen. In Absprache mit Bewohnern, Angehörigen und Ärzten sorgen wir für Schmerzfreiheit.
Wir sind im Gespräch mit den Angehörigen. Dabei möchten wir über das Gespräch mit den Bewohnern hinaus von der Biografie unserer Bewohner hören, um auch im Falle von Interessenkonflikten adäquat reagieren zu können. Wir betrachten die Angehörigen als unsere Partner, mit denen wir gemeinsam unser Ziel erreichen wollen.
Wir sind offen für Anregungen, Wünsche und Beschwerden. Gemeinsam suchen wir nach Lösungen.
Wir haben ein gut funktionierendes Qualitätssicherungssystem in unserem Haus, das ständig modifiziert und komplettiert wird. Dabei legen wir Wert darauf, dass die Dokumentation unseres Handelns sorgfältig und nachvollziehbar geführt wird, aber im Bezug auf den Zeitaufwand in angemessener Relation zur Zeit für die Pflege am Bewohner steht.
Bei der Betreuung und Pflege der uns anvertrauten Bewohner orientieren wir uns an dem durch Monika Krohwinkel modifizierten Pflegemodell nach Nancy Roper, und es gelten die Grundsätze der Selbstpflege nach Dorothea E. Orem (s. Pflegekonzept).
Unser Anspruch an Leitende
Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit Führungs- und Leitungsaufgaben betraut sind, haben nach innen und außen eine Vorbildfunktion.
Leitende sind verpflichtet, die Grundordnung der ev.-luth. Kirche anzuerkennen und unser Haus loyal zu vertreten.
Der Umgang mit Mitarbeitern, Bewohnern und Angehörigen soll von Klarheit, Freundlichkeit und Kooperation geprägt sein. Leitende sind verpflichtet, durch den regelmäßigen Austausch von Informationen und durch gegenseitige Absprachen die Kooperation zu fördern.
In ihrem Handeln und Führungsverhalten bauen Leitende auf die Erfahrungen und Kenntnisse aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie fördern die Selbstständigkeit der ihnen unterstellten Mitarbeiter und beziehen sie bei Entscheidungen und Problemen mit ein.
Schlusswort
Dieses Leitbild ist in einem dynamischen Prozess entstanden. Das Umgehen mit dem Leitbild setzt ein prozesshaftes Vorgehen voraus. Die erfolgreiche Umsetzung innerhalb unseres Hauses erfordert, dass das Leitbild transparent gemacht, konkretisiert, überprüft und weiter entwickelt wird. Es muß nun mit Leben gefüllt werden und zu konkretem Handeln führen.
Das Leitbild haben alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Hauses entwickelt